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Geld verdienen mit dem Sport? In welche Aktien der Sportbranche sich ein Investment lohnt

Verfasst am: 26.02.2015 - 13:55 Uhr von OnkelTomi | Gelesen: 2624  |  Beiträge: 0

OnkelTomi
Beitrag: #1

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Die weltbesten Profisportler verdienen mit ihrer Sportart Millionen im Jahr. Anleger können davon allerdings selten profitieren, weil die Sportler entweder Angestellte eines Vereins oder selbstständige Einzelunternehmer sind. Wer mit Sport an der Börse Geld verdienen will, muss entweder auf Nebenbranchen ausweichen oder unverbesserlicher Optimist sein.



Bildquelle: Stockjaeger.de

Sportartikelhersteller – die Blue Chips der Sportbranche


Mit Milliardenumsätzen sind die weltgrößten Sportartikelhersteller solide Unternehmen, in die ein Investment durchaus lohnenswert ist. Im Vordergrund der Geschäftsaktivitäten steht der Verkauf qualitativ hochwertiger Sportausrüstung. Dabei gehören Schuhe und Kleidung ebenso zur Produktpalette wie Sportgeräte, Hilfsmittel und Accessoires. Die zahlreichen Vertriebskanäle über Groß- und Einzelhändler, Brandstores, Internet und Zwischenhändler begünstigen die hohen Umsatzzahlen. Die fünf größten Sportartikelhersteller nach Umsatzzahlen 2013/14 sind:

  • Nike – 24,577 Milliarden Euro 2014
  • Adidas – 14,492 Milliarden Euro 2013
  • VF Corporation – 10,864 Milliarden Euro 2014
  • Puma – 2,972 Milliarden Euro 2014
  • Asics – 2,44 Milliarden Euro 2014


Fußballclubs als Aktiengesellschaft


Im Juni 2014 waren an den Börsen der Welt 31 Fußballklubs notiert. Anteilseigner solcher Aktien sind in der Regel Fans, denn für eine langfristige Geldanlage schwanken die Kurse zu stark. Sportlicher Erfolg ist nicht planbar, wie man gerade in dieser Saison am Beispiel Borussia Dortmund gesehen hat. Aus der Tatsache, dass sportliche Siege noch schwerer vorhersehbar sind als Gewinne in anderen Branchen, resultiert, dass viele der Fußballaktien Pennystocks sind und unter einen Euro notieren. Nur wenn nicht mehr allein Sieg oder Niederlage über die Einnahmen eines Klubs entscheiden, kann mit einer Fußball-Aktie auch mal Geld verdient werden. Als positives Beispiel sei hier Manchester United genannt. Der berühmte Klub von der Insel spielte jahrelang in der Champions League und generiert seine Einnahmen nicht nur mit Ticketverkäufen, sondern vor allem mit Fanartikeln, dem klubeigenen Restaurant, dem Monatsmagazin und dem Privatsender ManU-TV sowie den Fernsehgeldern. Weitere Fußballklubs, die sich die Rechtsform einer Aktiengesellschaft gegeben haben, sind:

  • FC Kopenhagen
  • Ajax Amsterdam/li>
  • die Istanbuler Vereine Galatasaray, Besiktas und Fenerbahce/li>
  • Juventus Turin
  • Lazio Rom
  • Newcastle United


Sport und Spiel – die junge Branche der Sportwettenanbieter


portwetten haben in den letzten Jahren insbesondere durch die Liberalisierung innerhalb der EU einen Boom erfahren. Anleger können seit den 2000er Jahren nun auch an der wirtschaftlichen Entwicklung der Branchengrößen partizipieren:

  • Bwin.party digital entertainment
  • bet-at-home.com AG
  • mybet Holding SE
  • Ladbrokes PLC
  • Betsson AB


Wohin die Reise im Bereich Sportwetten und Onlinecasinos geht, ist aber noch immer von Gesetzen abhängig. Deshalb ist ein Investment in diese Branche noch immer leicht Risiko behaftet. Die Konsumenten stört das wenig. Sie verhelfen den Sportwettenanbieter zu Umsätzen, die teilweise die halbe Milliarde pro Jahr überschreiten. Wie man in diesem Erfahrungsbericht lesen kann, sind eine Börsennotierung und die Finanzaufsicht durch eine staatliche Behörde sehr hilfreich, um potenziellen Kunden Seriosität zu signalisieren. Ob sich ein Engagement in Aktien von Sportwettenanbietern lohnt, sollte allerdings genauso akribisch geprüft werden, wie bei jedem anderen Unternehmen.